Wie hoch darf der Altersunterschied in einer Beziehung sein?

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Ist das in Ordnung, wenn ein 43-jähriger Mann besonders scharf auf 17-jährige Mädchen ist? Er sieht gut aus und viele junge Damen schauen ihm hinterher. Und er mag nur solche jungen Frauen. Im Grunde geht es darum, dass ich von einem 43-jährigen Mann verlassen worden bin, der plötzlich auf 17-jährige Mädels scharf ist. Und das überfordert mich im Moment so sehr, dass ich hier gerne ein paar Meinungen dazu hören würde.

Roland

Beste Antwort

Es gibt Frauen, die sich einen für unsere Begriffe wesentlich reiferen Mann als Partner wünschen, es gibt Frauen, die wesentlich jüngere Lover (aber nicht unbedingt als Lebenspartner) wünschen und es gibt die Männer, die auf reifere Frauen stehen. Ob es sich dabei deswegen gleich um einen Mutterkomplex bzw. Vaterkomplex handelt, sei dahingstellt. Ich finde nur wichtig, dass man gegenüber Paaren, bei denen das Alter sehr unterschiedlich ist entsprechend tolerant sein sollte und dies akzeptieren. Manche Männer schauen grundsätzlich immer wieder nach jüngeren Frauen, als die, mit denen sie in einer Partnerschaft sind - egal ob ehelich oder in einer Liebesbeziehung. Dass viele Männer immer nach jüngeren Frauen als ihre Liierten schauen, empfinde ich als krankhaft, unreif und triebgesteuert. So ein Verhalten hat nichts mit Liebe oder echter Partnerschaft zu tun.

 

Eine Partnerschaft sollte nicht enden wenn die familiären Pflichten wie Kindererziehung etc. abgeschlossen sind sondern es sollte die Liebe durch gegenseitige Achtung, Verständnis und Ehrlichkeit zueinander wachsen. Leider gibt es dabei die unterschiedlichsten Hindernisse und Steine im Weg und in einer Partnerschaft gehören nun mal mehr al eine Person dazu, die das gleichermaßen so sehen müssen. Natürlich sehe ich mir selbst auch gern jüngere Frauen an, aber erstens will ich nicht wieder mit Kindern anfangen und zweitens ist mir eine Partnerschaft im geeigneten Level der Lebensjahre lieber. Niemand wird jünger. Das ist der Lauf des Lebens.

 

Ich hatte als ich 22 war (1974) eine Freundin aus Hoyerswerda, die damals erst 14 war. Ihre Mutter war 8 Jahre älter als ich. Da war die Angst der Eltern viel größer, dass ihrer Tochter das auch passieren könnte, dass sie eine junge Mutter wird. Ich hatte gar nicht einmal das Bedürfnis mit ihr Sex zu haben. Ich hätte auch auf sie gewartet und mein Leben wäre dadurch wesentlich anders verlaufen als es ist. Es war eine schöne Zeit, leider aber "es war". Obwohl wir uns getrennt hatten, da sie damals noch nicht so weit war, hat sie mir nach zwei Jahren geschrieben und mich nach Rat gefragt. Es gingen damals noch mehrere Briefe zwischen uns hin und her und ich hoffe ich habe ihr helfen können. Ich würde auch gern wissen wie es ihr heute geht. Aber leider kann ich hier im Netz nichts finden über ihren verbleib. Es ist schwer, wenn eine Beziehung auseinander geht, und einer der Partner nicht verstehen kann, warum und vor allem, wenn man keine Antwort darauf erhält.

 

Leider ist es so, das viele derjenigen, die eine Trennung einseitig einleiten sich über Ihr Tun und Handeln selbst nicht so richtig klar sind. Wenn sie es wären, würden sie nicht so leichtfertig das Wichtiges einer Beziehung, nämlich das Vertrauen, zerstören. Denn daran zerbricht dann Alles und es läßt sich nie wieder zurückgewinnen. Zudem sind auch viele in der Frage der Partnerschaft auf einen "Traumpartner" fixiert. Ist das nicht in gewisser Art ein wenig intollerant oder engstirrnig? Sind sie nicht bereit einen anderen Typ von Menschen kennen und lieben zu lernen? Meine Ex-Partnerin hat mich wegen eines anderen Mannes verlassen, dessen längste bisherige Partnerschaft vier Jahre angedauert hatte. Und das bei über 45 Lebensjahren.Die Sache mit meiner Ex-Freundin und ihm war auch nicht länger, und wenn man nur die Zeit rechnet in der sie wirklich zusammen waren, dann war es nicht einmal ein Jahr. Ich würde heute sagen, sie hat versucht, den Problemen, die sie selbst verursacht hatte, zu entfliehen. Inzwischen ist ihr auch klar, dass sie damals diese bestimmten Probleme verursacht hatte. Ich denke aber diese Probleme werden sie immer wieder einholen, denn es sind Probleme welche durch ihr Verhalten bei der Erziehung unseres zweiten Kindes ihren Ursprung haben. Und auch bei der Erziehung der Kinder ist ein Teil allein einer Partnerschaft  bzw. Ehe machtlos es zum positiven zu beeinflussen, wenn der zweite Teil nicht mitzieht.

 

Was passiert eigentlich chemisch im Körper, wenn man verliebt ist? Endorphine werden ausgeschüttet, ein ähnlicher Vorgang wie bei manchen Drogen, das heisst, die Psyche ändert sich in kaum vorhersehbarer Weise. Man wird meistens risikofreudiger, offener (zu dem Schwarm aber meist schüchtener) und erlebt alle möglichen Gefühle intensiver und meist positiver (wenn man nicht unglücklich verliebt ist). Bei manchen Leuten, wird auch der Sympathikus stärker aktiviert, wenn sie in der Nähe desjenigen sind, dass heißt, man mag nichts essen, der Mund wird trocken, man kann nicht auf Toilette gehen, schwitzt schneller etc.

 

Aber die Seele leidet und das Herz zerbricht wenn eine Liebe zu Ende geht. Wie das Liebesleid zu uns kommt? Laut Neurologen wird unser Gemütszustand von biochemischen Steuerungsmolekülen beinflusst. Verlieben wir uns, schüttet unser Gehirn vermehrt das sogenannte Glückshormon Dopamin aus. Trennt sich der geliebte Mensch von uns, sinkt der Dopaminspiegel und damit auch unsere Stimmung. Leichte Depressionen treten auf. Der Liebeskummer ist da. Warum uns der Kummer die Kraft raubt? Wissenschaftler sagen, dass der Liebeskummer uns nicht nur die körpereigenen Wohlfühlstoffe entzieht, er führt auch zu physischen Reaktionen, die den Herzschmerz verursachen. Wenn wir plötzlich verlassen werden, bricht eine Welt für uns zusammen. Alles ist außer Kontrolle und wir wissen nicht, was uns in Zukunft erwartet. Innerer Stress macht sich breit. Was dann passiert, erklärt uns die Medizin: Um den Stress zu überstehen, braucht unser Körper viel Energie. Diese erhält er für kurze Zeit durch das Aufputschhormon Adrenalin, das auf Dauer von Cortisol abgelöst wird. Cortisol ist zwar schwächer, hat dafür aber mehr Ausdauer als Adrenalin und löst in unserem Körper ungeahnte Kräfte aus. Werden diese Kräfte nicht ausreichend abgebaut, was bei Liebeskummer oft der Fall ist, werden wir kraftlos. Halten die Stressphasen lange an, was in den ersten Wochen der Trennung üblich ist, so kommt es zu körperlichen Beschwerden, wie beispielsweise Schmerzen im Brustkorb. Fazit: die Natur spielt mit uns - einerseits gibt es uns Kraft und Lebensfreude, andererseits kann es uns umbringen. Ist schon seltsam mit uns Menschen. Schlimm daran ist, das es oft nur den einen Partner eines Paares betrifft.

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Dietmar

2. Antwort

Niemand wird etwas dagegen haben, von einer jüngeren Frau oder Mann 'angegraben' zu werden, warum auch. Sicher spielt ein größerer Altersunterschied immer eine Rolle. Schon deshalb, weil das gesamte Umfeld da auch neugierig guckt. Aber einfach gucken lassen, sich ganz normal geben und viele werden ihre vorgefaßten Meinungen betreffs Altersunterschied vielleicht überdenken. Aber hintenraus ist das einzig und allein die Angelegenheit dieser beiden Partner. Und wenn sie denken, das ist in 10 Jahren immer noch so ok, dann sage ich einfach: Alles Gute!

 

Warum wird immer nur über das Alter geredet und geschrieben? Gemeinsame Interessen sind viel wichtiger, auch wenn die vielleicht ein bissl differenzieren, aber wir sind doch alle Menschen, die darüber reden können und sich auch verständigen können. Und aus 'Gnatz' jetzt schnellstmöglich jemanden anderen suchen, halte ich nicht für so gut, weil eine Beziehung, auch wenn es nur eine kurze war, immer ihren Stempel hinterläßt und man oft an die schönen vergangenen Zeiten denkt. Sicher auch an das, was vielleicht schief gegangen ist. Einfach probieren und vielleicht eine sehr schöne Zeit erleben.

1 Kommentar

Kommentare

Kh

1. Was Spielt die Altersunterschied bei einer Frau oder Mann, Hubsache die Chemie Stimmt Zwischen den Partner

Roland

3. Antwort

Ich möchte lieber eine Partnerin haben, welche in etwa den gleichen Lebensjahren steht wie ich selbst. Zugegeben, ich selbst schaue natürlich auch nach jungen Frauen, aber eine echte Partnerschaft da kann ich kann ich mir bei einem zu großen Altersunterschied einfach nicht vorstellen. Ausserdem, Jugend vergeht und oft schneller wie Frau sich das wünscht. Es ist zwar heute nicht mehr das Problem, aber man sollte miteinander Kinder haben, diese aufwachsen sehen und die Höhen und Tiefen gemeinsam erleben. Und Liebe ist es ja erst dann im Leben, wenn die Kleinigkeiten des Alltags miteinander erfolgreich gemeistert werden - denn die großen Probleme sind trotz ihrer Schwere gemeinsam meist einfacher zu meistern. Wer aus Gründen der Karriere dann seine Partnerschaft mit einer jungen Frau beendet, der hat nach meiner Überzeugung überhaupt keine Partnerschaft verdient und sollte lieber allein bleiben. Jeder Erfolg wird in einer Partnerschaft von beiden Partnern getragen, wenn auch oft unsichtbar oder es nicht offensichtlich zu merken ist.

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Norbert

4. Antwort

Grundsätzlich spielt der Altersunterschied erst mal keine Rolle, wenn man sich kennenlernt. Wenn man als 42-jähriger Mann von einer 18-jährigen Frau angegraben wird, kann das dem Ego und der Eitelkeit schmeicheln. Vor allem dann, wenn die Süße nahezu perfekt zu sein scheint. Allerdings wird unser Denken und unser Empfinden stark von der Jugend geprägt, der Zeit, in der man aufgewachsen ist. Da gibt es unter Umständen große Unterschiede. Meine große Liebe war verheiratet mit einem 25 Jahre älteren Mann. Er hatte sie geschwängert und nicht im Stich gelassen. Er war ein guter Vater und glaubte, seinen Verpflichtungen Genüge getan zu haben. Er hatte sie einfach vernachlässigt in jeder Hinsicht. Ich selbst war nur 9 Jahre älter, unser sozialer Hintergrund war nicht so verschieden. Wir waren beide überaus leidenschaftlich veranlagt, so fanden wir zueinander.

 

Sie hat dann ihren Freundeskreis dahingehend eingeschränkt, dass sie mit keinem mehr ins Bett gegangen ist. Mit ihrem Sohn verstand ich mich bestens, ich wäre ihm ein guter Vater-Ersatz geworden, ohne ihm den wirklichen Vater zu entfremden. Das war eine reine Einstellungssache, hat mit dem Alter nur wenig zu tun. Aber es fiel schon auf, dass sie mit mir über Dinge sprach, für die ihr Mann kein Ohr hatte. Zu mir hatte sie ein vertrauensvolles Verhältnis. Sie besprach buchstäblich jede Kleinigkeit mit mir.

 

Mir scheint, in Partnerschaften ist das Alter nachrangig. Im Vordergrund sollten in einer Beziehung Liebe und Achtung stehen, die Mann und Frau füreinander empfinden. Dabei spielt es keine Rolle, unter welchen Umständen man sich kennen gelernt hat. So kann man zueinander finden, auch wenn scheinbar alles dagegen spricht. Ihr Mann hingegen war nie bereit gewesen, sich mit Herz in seine Rolle hinein zu finden, auch wenn die Schwangerschaft unbeabsichtigt gewesen war. Dass sie dann bald gestorben ist, zeigt auch, dass die Jugend allein kein Garant für ein langes Leben zu zweit ist.

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MaxsMa

5. Antwort

Ich denke mal, dass ein Alterssunterschied von 5 bis 10 Jahren bei bereits "fortgeschrittenen Altersgruppen", also Partner, die über 30 sind, keine so großen Probleme mit sich bringt. Ich für meinen Teil, habe stets einen besseren Draht zu Menschen mit etwas mehr Lebenserfahrung und habe mit einem älteren Lebenspartner immer dazu lernen können. Beziehungsmäßig habe ich schon beide Erfahrungen machen können. Bin nach beiden Fällen gleichermaßen enttäuscht aus den Beziehungen gegegangen. Ich lasse mich einfach immer wieder überraschen, und vielleicht funktioniert ja auch meine nächste Partnerschaft für längere Zeit.

 

Für die Jugend (Frauen und Männer zwischen 18 und 30) würde ich doch sagen, dass der Mann in einer Beziehung mindestens gleichen Alters sein sollte. Bei meiner Tochter habe ich feststellen können, dass zwei bis drei Jahre jüngere Partner dann doch noch eher "verspielt" und "unausgereift" sind, was in absehbarer Zeit jeweislls zur Beendigung der Beziehungen geführt hat. Dasselbe gilt meiner Meinung auch für homosexuelle Versionen einer Lebenspartnerschaft. Ich selbst habe keine Homopartnerschaft geführt und glaube auch nicht, dass ich eine solche in meinem Leben noch führen werde.

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