Kann man beides haben? Guten Sex und wahre Liebe?

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Marius

1. Antwort

Männer wollen nur das EINE... Wie oft höre ich das in Gesprächen und lese es in Mails. Dabei ist es doch letztlich gerade auch das, was wir alle uns im tiefsten Herzen ersehnen, oder? Wieso schieben wir es auch sprachlich so weit weg, wenn es uns doch genau danach dürstet? Ist es nicht so, dass jede gesunde Frau sich genauso nach einer tiefen, innigen, liebevollen, Erotik sehnt, wie jeder Mann? Ja und Nein! Ja, weil ich den meisten Frauen unterstelle, dass sie zuerst an die sogenannte große Liebe und erst danach an Sex denken und wenn sie einen richtigen Kerl haben, der es versteht sie wirklich glücklich zu machen, viel weniger lüstern nach links oder rechts schauen wie die Männer. Nein, weil die meisten Männer vor allem ihrem Jagdinstinkt folgen und leider allzu oft die Frau nur als Spucknapf benutzen. So entsteht dann auch die Berührungsangst mit dem Thema und die Kerle sind dann schnell in der Schublade: "die wollen doch alle nur das Eine".

Eine Lebensgemeinschaft ohne Hautkontakt ist doch gerade das, was uns alle auf die Suche nach dem Du, dem Lebens- und Liebespartner bringt, oder? Dass viele Frauen zu der Auffassung gekommen sind, dass die meisten Männer in dieser Beziehung einfach nur Stümper sind, ließe sich leicht ändern. Schließlich gibt es heute entsprechende Literatur zu jedem Thema und das Internet liefert zu fast allen Fragen, die passende Antwort. Wer sucht, der findet, er muss es nur wollen...! Die Seminare zum Thema Tantra sind sicher eine bereichernde Erfahrung für jeden, der über seinen Tellerrand schauen will.

 

Aus einem verkniffenen Arsch, kommt selten ein fröhlicher Furz


Wer sich nicht selbst liebt und ohne schlechtes Gewissen zu berühren vermag, hat auch mit einem möglichen neuen Partner keine Chance die Eiszeit zu verabschieden. Seinen eigenen Körper zu erkunden, um herauszufinden, wie er sich und das geliebte Wesen glücklich machen und in den siebenten Himmel katapultieren kann, ist die Basis jeder funktionierenden Liebesgemeinschaft. Da haben wohl Männlein wie Weiblein erst mal jeder für sich die eigenen Hausaufgaben zu machen. Wir Männer, weil wir meist viel zu zielstrebig und schnell zur Sache kommen wollen, bevor wir eine Herzverbindung geschaffen haben und ungeduldig an allem herum schrauben was nach erotischen Buttons aussieht. Die Frauen, weil sie Ihre Aufgabe, sich den Dummkopf zum genialen Liebhaber und gleichzeitig zum besten Freund und Partner zu machen, nicht engagiert wahrnehmen. Solange die Menschen die schönste Nebensache der Welt mit schlechtem Gewissen und der eigenen Verklemmtheit angehen, bleibt der siebte Himmel ein Traumgebilde in ihrem Kopf. Schon Luther sagte in seiner unnachahmlichen Art: "Aus einem verkniffenen Arsch, kommt selten ein fröhlicher Furz".

 

Wir alle wollen schließlich das EINE, und das heißt nicht mehr allein sein

 

Also gehen wir es an! Ganz entspannt im Hier und Jetzt zu sein, ist ein guter Anfang. Dann geschieht alles wie vom Selbst. Die Einfühlsamkeit haben schließlich nicht nur die Frauen gepachtet. Spätestens seit es Windows gibt, wissen auch die letzten männlichen Wesen, wie man Intuitiv zum Ziel kommt, wir brauchen uns nur ein wenig mehr Geduld zu gönnen, damit wir unserer Göttin das entsprechende Pendant liefern können. Also, reden wir nicht lange drum herum. Wir alle wollen schließlich das EINE, und das heißt nicht mehr allein sein sondern All-eins-Sein mit uns selbst und der oder dem Angebeteten! Die Reihenfolge bestimmt letztlich jeder der Beteiligten selber und schon könnte es auch in der (neuen) Partnerschaft gelingen. Wer nicht mitbestimmt, hat seine Stimme an den Anderen abgegeben und sich selber dadurch schon in die Opfer-Rolle begeben. Die Sanduhr erinnert uns daran, dass immer nur ein Körnchen dem anderen folgen kann.

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1 Kommentar

Kommentare

1. ganz genau!

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