Werden Frauen mit der Zeit wählerischer und vorsichtiger bei der Partnerauswahl?

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Ruth

1. Antwort

Zur Beantwortung dieser Frage sollte man erst einmal definieren was ist Zeit. Wir Menschen messen Zeit in den bekannten Einheiten Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre. Ich denke, dass ein junger Mensch mit zwanzig Jahren noch nicht vorsichtig, aber doch schon wählerisch sein kann.


Wir bekommen den ersten Schliff, was Beziehungen angeht, im Elternhaus vorgelebt und vermittelt. Diese frühen Erfahreungen prägen uns und begleiten uns bewusst oder unbewusst durch unser ganzes Leben. Oft ist es so, das Frauen bei ihrer Partnerwahl unbewusst für das Ebenbild des eigenen Vaters offen sind und dementsprechend einen vom Charakter her ähnlichen oder gar gleichen Mann wählen. Obwohl - und das ist hier das Wiedersprüchliche - sie einiges an ihrem Vater nicht gemocht odder sogar gehasst haben. Sehr oft gehen Frauen damit einen falschen Deal ein und bemerken nach einiger Zeit, dass ihre Beziehungen so nicht zu funktionieren scheinen. In den meisten Fällen kommen Frauen erst nach Wochen, Monaten oder auch Jahren zu dieser bedeutenden Einsicht. Sie stellen für sich fest: "Es passt nicht. Das was ich an ihm am Anfang geliebt habe, verabscheue ich nun an ihm." Meistens führt so eine Abneigung dann zu einer Trennung.


Alte Beziehung beenden: Denn beim nächsten Mann wird alles anders


Salopp gesagt, dauert es meistens ein paar Männer, bis Frauen verstanden haben, dass es immer das Gleiche Spiel ist: Immer der gleiche Typ Mann, an dem man hängen bleibt und, in den man sich verliebt. Immer wieder nach dem gleichen Muster wird man verletzt, belogen, betrogen oder lieblos behandelt. Mit zunehmendem Alter und um einige Erfahrungen reicher, durch viele Enttäuschungen gegangen und nach unzähligen ertragenen Schmerzen, und alles in allem einem mehrmals gebrochenen Herzen kommt Frau letztendlich zu einer wichtigen Erkenntnis:

Das Erlebte ist immer wieder das Gleiche, nur die Männer sind andere und die eigentliche Grundproblematik scheint in allen Fällen dieselbe zu sein. Irgendwann sagt sie sich Dinge wie "mit mir nicht mehr" oder "beim nächsten Mann wird alles anders" und schon ist die Vorsicht da. Sie möchte nicht mehr leiden. Dazu waren die Erfahrungen der Vergangenheit zu schmerzhaft und demzufolge ist sie nun scheinbar vorsichtiger und eventuell sogar auch wählerischer.


Den richtigen Partner finden - dabei darf man ruhig ein wenig wählerisch sein


Wählerisch zu sein, finde ich grundsätzlich nicht verkehrt - weder bei Frauen noch bei Männern - denn im Alter möchte man nicht mehr so gerne hin und her pendeln. Man hat in jungen Jahren alles Mögliche ausprobiert und möchte nun wirklich den passenden und bleibenden Partner finden: Den Richtigen. Viele Frauen entdecken auch erst mit der Zeit ihren eigenen Wert und ihr Selbstbewusstsein. Das hat dann natürlich einen enormen Einfluss auf die Partnerwahl. Denn was man hatte, weiss Frau und möchte sowas nicht noch einmal, deshalb wird vorsichtiger ausgewählt.

Christa gefällt diese Antwort

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